Illustration einer Person mit To-do-Liste und Entscheidung zwischen „Wichtiges“ und „Nebensache“
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Du bist nicht überfordert – du setzt nur nicht die richtigen Prioritäten

Und das Problem ist nicht deine To-do-Liste.

Prioritäten setzen statt To-Do-Liste

Montagmorgen. Du öffnest deine To-do-Liste und denkst im ersten Moment noch, dass das alles ja echt gut aussieht: Alles da, nix vergessen, ein bisschen sortiert.

Pfeilewerfen statt Prioritäten setzen

DAS ist doch mal strukturiertes Arbeiten. Dann scrollst du durch die einzelnen Punkte, bleibst hier kurz hängen, da kurz hängen, und irgendwann merkst du: Sind hier irgendwie alle Punkte gleich wichtig? Also suchst du dir womöglich mittels Pfeile werfen einen Punkt raus, mit dem du beginnst.
Aber es ist nicht der, der wirklich wichtig wäre, sondern das, was aussieht als sei esruckizucki erledigt. Schnell wegarbeiten, Haken dran, passt schon. Du kommst ins Thema, bleibst auch dran, machst weiter und nach einer Weile bist du voll drin.

Und dann schaust du auf das, was du „erledigt“ hast, und merkst: Du bist irgendwie keinen Schritt weiter.

Am Ende des Tages weißt du, dass es einfach zu viel war: Zu viele Aufgaben und viel zu wenig Zeit. Klingt richtig – ist es aber nicht.

Warum sich alles gleich wichtig anfühlt

Du hattest nicht zu viel zu tun. Du hast nur einfach nichts irrelevantes gestrichen, sondern alles stehen lassen. Instagram, Angebot, Idee, Website, „müsste ich auch mal machen“. Alles nebeneinander. Und wenn alles nebeneinander steht, fühlt sich auch alles gleich wichtig an.

Ist es aber nicht.

Da kannst du das noch besser aufdröseln, dir neue Tools holen, farbig sortieren, Kategorien bauen. Du kannst dir das perfekt hinlegen. Doch die Liste, die gehst du trotzdem identisch durch. Du nimmst wieder das, was gerade am einfachsten aussieht.

Weil die eigentliche Frage eine andere ist: Warum steht das da überhaupt drauf?

Wenn du da einmal ehrlich draufguckst, merkst du ziemlich schnell, dass ein Teil davon einfach weg kann. Nicht irgendwann, sondern genau jetzt. Und zwar sind das die Dinge, bei denen du dich danach kurz besser fühlst. Denn genau deshalb machst du sie zuerst.

Doch die Punkte, die wirklich was bringen würden, die bleiben weiterhin unerledigt. Umfangreicher, unangenehmer, unklarer. Die schiebst du hin und her. Du fängst sie an,hörst wieder auf, kommst später nochmal darauf zurück. Du windest dich drum herum.

Du vermeidest nicht die Arbeit – du vermeidest die Entscheidung

Und genau da kippt es. Nicht, wenn du dich besser organisierst. Sondern in dem Moment, in dem du anfängst, Sachen liegen zu lassen. Fokus ist keine Methode. Du lässt einfach Dinge weg.

Du sagst: Das hier mache ich. Den Rest nicht.

Und ja, das fühlt sich erstmal falsch an. So, als würdest du etwas liegen lassen, das du eigentlich im Griff haben solltest. In Wirklichkeit wird es genau da einfacher. Du springst nicht mehr. Du hältst nicht mehr an allem gleichzeitig fest. Du arbeitest einfach.

Alles andere lass mal erst liegen.

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